HSC (Hörspielcrew)
Die Hörspielcrew ist wieder da. Im November erscheint nach drei Jahren Pause das neue Album „Post“. Ein Albumtitel mit vielschichtiger Bedeutung – und tatsächlich hat die Crew vieles hinter sich gelassen und bricht zu neuen Ufern auf.
„HSC ist ein Nebeneinander von Ungleichem“, beschreibt P.tah den Anspruch und Status Quo. Die Herren Jeidler, Ivanschitz und Leitgeb sind sich der Entwicklung von HipHop bewusst - und gehen deshalb konsequent daran vorbei. Diese gelebte Kompromisslosigkeit hört man etwa auch auf der Vorab-Single "Wos passiert".
Das Motto lautet „Mehr an Weniger“, künstlerischer Anspruch auch im Bezug auf die musikalische Sozialisation und politische Statements - vorgetragen in einem Tempo und in einer technischen Versiertheit, die auf eine intensive, fast sportliche Beschäftigung mit den Mitteln des Reims schließen lässt. Komplizierte Flows auf synthetischen Flächen, rollenden Drums und tieffrequenten Basslinien zeichnen ein eigenständiges Bild eines Post-HipHop-Hybrids.
Das ganze Jahr 2009 stand bereits im Zeichen der Vorbereitung auf „Post“. Die MCs haben sich auf die direkteste persönliche Kommunikationsform, die es gibt, eingeschworen: Die Live-Performance. Verteilt übers Jahr sind daher heuer schon eine ganze Reihe an kleinstmöglichen Auftrittsformaten bis hin zur WG-Party passiert, die direkt zur Überschrift des neuen Albums geführt haben: Reduktion bis zum Anschlag. Die Beats sind knapper, ein Mann ist weniger am Mikrofon, sogar der Name (HSC) ist kürzer.
Auf „Post“ findet diese Strategie nun praktische Anwendung, flankiert vom szenisch-prominent besetzten Freundeskreis der HSC: Kamp, Milkman, Tombo, Appletree und Confusi sind als Gäste an Bord.
In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Hörspielcrew zu einem der wichtigsten Vertreter des hiesigen Sprachgesangs entwickelt. Zwei Alben („Twist im Hause Schmalspur“/2003, „Amokkoma“/2006), eine Amadeus Awards Nominierung (2005), weit über 200 Auftritte in Österreich und den Nachbarländern – sei es auf der Bühne von Frequency, Nuke, Donauinselfest, HipHop-Kemp oder wie zuletzt mit Wonne auch eben auch „nur“ auf der WG-Party nebenan.
Dazu ergaben sich erfolgreiche wie spaßbringende Nebenprojekte: Source One und MensMentis gründeten gemeinsam mit Garish-Gitarrist Julian Schneeberger „Auf Pomali“, wo sie Poesie, Rap und unbeschwerte Gitarren-Melodien, Percussion und Horn verehelichen.
P.tah veröffentlichte mit der zehnköpfigen Band „B Seiten Sound“ ein Album zwischen Reggae, Dub und Rap, das lyrische Unabhängigkeitsmanifeste und musikalische Versiertheit verbindet. Zudem verfolgte er weiterhin seine Leidenschaft für Poetry Slam, hielt Workshops und öffentliche Freestyle-Aktionen ab und kreierte neue Projekte mit dem Wiener Kollektiv V.O.Z. (u.a. Kamp).
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Do., 18.03.2010 » SALZBURG » ARGE Kultur, Duzz Down San Label Partey
Fr., 19.03.2010 » INNSBRUCK » Treibhaus, Duzz Down San Label Partey
Sa., 27.03.2010 » SCHWANENSTADT » Bikestore
Fr., 23.04.2010 » TRIMMELKAM » Sakog, w/ Fiva & DJ Phekt
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