Das erste Mal traten Fiago auf der vielbeachteten Compilation Habitat G in das Licht der Öffentlichkeit. Das war im Jahr 2001. Sechs Jahre später, haben sie sich mit der Single „My TV“ wieder zurückgemeldet. Eine lange Zeit. Da drängt sich ein Hedonismusverdacht auf. Der würde auch ausgezeichnet zu dem wollüstigen Disco-Monster „My TV“ passen. Andererseits war das Grazer Duo Max Tertinegg und Markus Jausovec nicht untätig. Tertinegg hat erfolgreich sein Singer/Songwriter-Projekt max Min (bright is the silence) betrieben, Jausovec gibt sich unter dem Namen Sove verspieltem, elektronifiziertem Soul hin. „My TV“ bedeutet laszive Disco-Posen, die einen pseudo-futuristischen Maschinenpark kontrastieren, als hätte Terry Gilliam außerirdische Pop-Chamäleons inszeniert und erschien 2008 in geballter Form als Longplayer unter dem Titel „Sun, Tits and a Hammer“ (onoFono/Hoanzl).
Und jetzt liefert Fiago mit der neuen Single „Stay“ auch noch eine neue Genre Bezeichnung – Risco! Schnell erklärt: Rock + Disco = Risco.
„Risco“, murmelt auch Thomas Bangalter von Daft Pank und erklärt „Da kannst du noch so viele Hits produzieren, was zählt ist der Look und eine catchy Phrase im Pressetext. Viel besser noch ist allerdings ein Begriff, der neu ist und mit dem trotzdem jeder was anfangen kann."
Risco, also die Verschmelzung von Rock und Disco, Bierbauch und Sixpack, Landjugend und Studentenclub, darauf hätten auch schon die ganz Großen kommen können. Sind sie aber nicht. Stattdessen ist es den Grazern Max Tertinegg und Markus Jausovec mit ihrer dampfenden Hit- Schmiede Fiago eingefallen. Pech, aber irgendwann muss jeder mal Platz machen.
Übrigens: wer twittert, bekommt die neue EP “Stay” gratis: www.fiago.net/stay