Jellybeat
JELLYBEAT, Operationsbasis Wien, haben 1998 begonnen ihren explosiven, meist extrem tanzbaren Mix aus elektronischer Dance- und Dj-Culture und ihrer überbordenden Leidenschaft für Popmusik in all ihren Facetten zu kreieren. Dabei haben die zwei Musiker im Herz (das gern mit big beats schlägt!) von JELLYBEAT, Gottfried Schinagl und Dj Y, mit den Jahren ihren sicheren Instinkt für die magischen Sound-Momente, die den Dancefloor füllen, die Rhythmen und Strukturen, die ihn euphorisieren noch weiter geschärft.
Die vielen Stunden (bitte nicht zu zählen beginnen!) im Studio, die Nächte als weit über Wien hinaus gern gebuchte Djs an den Plattentellern, die jeden Club mit Gusto und Geschmack „rocken“ und die vielen Live-Gigs mit JELLYBEAT tragen (antizyklisch zur vielbeschworenen Krise) endlich Dividenden! Nämlich ein neues Album, das den tradierten JELLYBEAT-Sound voll kreativer Energie und neuer Ideen ins Jahr 2010 „beamt“, dabei gleichzeitig einige Experimente wagt, die auch long time JELLYBEAT-Fans verblüffen werden.
„I´m going up/I´m going down/I can´t get no sleep in this town“ singt Katrin Navessi, seit 2007 die Frau am Mikrophon von JELLYBEAT und ihrerseits schon davon unabhängig als Singer/Songwriterin in der mittlerweile tatsächlich pulsierenden Musik-Metropole Wien präsent.
Die erste Single „ECHO“ aus dem neuen, fünften (!!!) Album von JELLYBEAT ist ein ansteckendes, frisches Stück zeitgemäßer urbaner Popmusik.
Und die 2010, wo die vermeintlichen Fronten zwischen Dance-Track und Pop-Song längst abgebaut und überwunden sind (und auf ihren Überresten die Ideen und Tanzbären steppen!) vergleichbares Publikums- und Radio-Feedback auslösen sollte wie „Re-Beat“, das bislang neben „Plaything“ am breitesten wahrgenommene Stück der Gruppe (am Album übrigens als upgedatete „Re-Beat v 2.0“ enthalten).
JELLYBEAT 2010 zeigen nicht nur mit dieser Single, dass sie es draufhaben, was Pop in seinem Kern ausmacht: Momenten, oft auch widersprüchlichen aus Alltag und Nachtleben, voll grosser und „kleiner“ Gefühle, voll hehrer und „niederer“, eine musikalische und sprachliche Form zu geben die jenen Menschen, denen sie begegnet und die sie zulassen können, große Momente beschert. Beim Zuhören, beim Tanzen, beim Mitsingen, beim Mitfühlen.
Darum machen JELLYBEAT auch als Album-Band großen Sinn. Weil sie einfach mehr können und machen wollen, als alles nur in eine Single, einen Track – in Zeiten von Mp3-Downloads und iPod vielleicht opportun – zu legen. Dj Y und Gottfried ziehen lieber facettenreich alle musikalischen Register, entwerfen unterschiedliche, in sich stimmige rhythmische Soundscapes von Hooklines durchzogen, während Navessi dazu und davon inspiriert eine unprätentiöse Chronik von Befindlichkeiten und Zuständen an Jahren vielleicht nicht mehr ganz junger Menschen, deren Herzen aber immer noch unzynisch für das Now!, die große Liebe, den umwerfenden Kick, eine neue Perspektive bereit sind schreibt und singt.
„All this ordinary things, they turn into gold, like winter turns to spring“ heißt es in einem herrlichen Stück konkreter Pop-Poesie mit dem Titel „Sparks“... übrigens mit den schönsten 3 Minuten 21 Elektro-Pop, die in diesem Land je gemacht wurden.
Rainer Krispel, im Winter 2009
“Don’t Let Us Be Misunderstood”
Release: 19.3.2010
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