(c) Gabriel Hyden

I love it when your body shakes to the beat.

Die ersten Worte, die von Lou Asril im März 2019 zu hören waren, konnten prägender und prägnanter kaum sein. Es ist die Eröffnungszeile seiner Debütsingle „Divine Goldmine“, und sie verfehlt ihre Wirkung nicht: so simpel sie sein mag, so kraftvoll und tief dringt sie mit der samtig-eigenwilligen, unerwarteten, souligen Stimme durch jede Faser des Körpers.

Mit 11 beginnt Lou Asril eine klassische Klavierausbildung, mit 15 steht er zum ersten Mal mit eigenen Songs auf der Bühne und stellt eine Band zusammen. Mit 17 gewinnt er den Joe Zawinul Award und bereist die Studios von Los Angeles – er hat schon früh die Erwartungshaltung hochgeschraubt und hat uns nicht enttäuscht: neben Platz-1-Charts- sowie prominenten Playlist-Platzierungen und Award-Nominierungen (Best Alternative bei den AAMA, FM4 Award) folgen Festival-Einladungen und Konzerte (Popfest Wien, Live-Auftritte bei den Austrian Amadeus Music Awards, Glatt&Verkehrt Festival, Eurosonic Noorderslag Festival), die den ersten Eindruck mehr als bestätigen: seine Welt aus viel Gefühl und sanftem Groove hat er nicht für sich allein gebaut. Ein Auge auf die Tanzfläche, das andere tief verschlossen für einen Blick nach innen – seine Musik und Texte treffen den Zeitgeist. Hör- und spürbar wird dies – aber lange nicht nur – bei seinen erstaunlichen Live-Sets.

Der lange geplante Höhepunkt der noch jungen Karriere war für den Release der Mini-LP “louasril” mit einem längst ausverkauften Konzert im WUK an seinem 20. Geburtstag gesetzt. Nur war dieses am 12.03. das erste prominente Opfer der tags zuvor kommunizierten Einschränkungen für Live-Veranstaltungen. Doch Lou Asril lebt für die Bühne – und so ließen er und seine Band sich auch von den ungewöhnlichen Umständen dieses Sommers nicht davon abhalten, in angepasster Form live zu spielen (Glatt&Verkehrt Festival, poolbar Festival);  selbst mit physischem Abstand vermochte es Lou Asril, Ohr und Herz der HörerInnen zu erreichen.

Immer wieder schimmert auch Lou Asrils Begeisterung für Hip Hop und elektronische Musik durch: im Sommer 2020 folgt der Release seiner Single »Berlin, Pretty City«, für die er mit dem Hamburger Producer AgaJon zusammengearbeitet hat; für den gemeinsamen Auftritt bei den Austrian Amadeus Music Awards 2020 veröffentlichen Lou Asril und (Conchita) WURST das progressive, elektronische Cover des Austro-Hits »Lovemachine«. Nicht zuletzt das zeigt: das Universum von Lou Asril ist noch lange nicht fertig gebaut. Dies ist erst der Anfang.