Aus den Resten diverser musikalischer Projekte entstand 2014 die Band SAFARI, ein schwungvolles, schwedisch-österreichisches Brüder-Duo, das seinen eigenen Stil nicht gesucht, sondern einfach auf der Spielwiese gefunden hat. Erlaubt ist alles, was geht. Und es geht viel! So bestechen die Songs durch ausgefallen-durchmischte analoge und digitale Techniken, vielfältige Instrumentierung und mitunter beinahe kindliche Elemente. Auch in den Lyrics tobt sich Safari aus – „Wortspiel“ wird hier wörtlich genommen. Ein verspielter Masterplan: Die einzelnen Songs fügen sich wie zufällig arrangiert zu einer großen Hommage an die Popkultur zusammen.

 

Gepitchte Stimmen, wahnwitzige Synthesizermelodien und nicht nur textlich viel Drama in Yokohama: Die erste Single “Shakalaka” von Safari ist so verrückt wie simpel, so selbsterklärend wie ausgefallen, so abenteuerlich wie verständlich. Verrückte Kinderreime schwirren in den Textzeilen und prickelnde Melodien dazu in extremen Tonlagen herum, um letzendes in einer Hook zu enden, die einem einfach nicht aus dem Kopf will: Ein tanzbares Fragezeichen in der Genreschublade.

 

Safari hat sein Publikum spitzbübisch mit einem “Shakalaka” begrüßt, und umwirbt es mit ihrer zweiten Single “Little Boy“ gekonnt weiter. Der Song suggeriert ein Gefühl von Leichtigkeit, das blendend zum Wiener Großstadtdschungel passt. Es duellieren sich melodiöse Xylophon-Hooks mit schrillen Shouts, rhythmischen Bongos, einem frech-beatlastigen Bass und einem beinahe theatralischem Chor. “Little Boy“ lädt zum kindlichen Reigen ein und möchte auf weite Entdeckungsreise gehen, um im Kosmos zu enden.