Filiah durchleuchtet sich selbst und gleichzeitig auch ihr Publikum: In ihrem zweiten Album “A Deep Breath Out” appelliert die Musikerin, das Leben aus Angst vor der Aufführung nicht wie eine Generalprobe zu behandeln. Dahinter liegt die (nicht nur, aber doch spezifisch) neurodivergente Bemühung, hinter all den Masken und Fassaden die eigenen Konturen nicht verblassen zu lassen. Das Album erzählt und hört zu: „Wenn ich mir wünsche, dass Menschen etwas aus meiner Musik mitnehmen, dann, dass sie alles fühlen, und dabei Raum einnehmen dürfen“, sagt die 27-Jährige.
Das Album entfaltet sich wie ein Tagebuch, geschrieben im trüben Licht einer Nachttischlampe, roh und intim, dabei aber stets durchzogen von ihrem scharfen Sinn für Humor. Im Ton ist „A Deep Breath Out“ damit auch keineswegs tieftraurig: Schimmernde E-Gitarren, atmosphärische Synths und feine melodische Details formen einen eingängigen Indie-Pop-Sound, der seine inhaltliche Tiefe oft noch gar nicht beim ersten Hören preisgibt, sondern seine tiefergehende Wirkung zunächst noch elegant vernebelt.

Klanglich knüpft das Album direkt an die im letzten Herbst erschienene EP “Sad Girl With A Punchline“ an, die Filiah eine beachtliche Radiopräsenz in ganz Europa und enorm viel Kritiker:innenlob weit darüber hinaus eingebracht hat. Sie vermöge in ihren Texten „jedem Wort enormes Gewicht“ zu verleihen (PopPassion/US), und schreibe „Hymnen für die Außenseiter, bittersüß und zutiefst ehrlich.“ (Roadie/BRA), die „dazu ermutigen, Verletzlichkeit nicht als Schwäche, sondern als Stärke zu begreifen.“ (LeFutureWave).
Auf ihrem zweiten Album vereint Filiah alle Facetten ihres Schreibens: von eingängigen Songs, die mit jedem Hören mehr inhaltliche Substanz offenbaren (“Method Acting”, “Everybody Knows“) über langjährige Favoriten aus dem Live-Set (“Adapt”) bis hin zu dem Song, den sie selbst als Herzstück des Albums bezeichnet (“Playground Vision”).
„Songwriting war schon immer mein Ventil, es ist wie ein Spiegel. Bis vor ein paar Jahren hatte ich gar keinen Zugang zu meiner Wut, wahrscheinlich habe ich deshalb fast nur traurige Musik geschrieben. Mit der Zeit herauszufinden, wer ich außerhalb dieser Melancholie bin, hat meinen Panzer langsam aufgebrochen.“
Sich in Filiahs Musik zu verlieren, mag die Bereitschaft erfordern, sich selbst ein Stück weit zu öffnen. Die Belohnung dafür versteckt sich dabei vor aller Augen im Albumtitel: A Deep Breath Out.
Die Veröffentlichung von „A Deep Breath Out“ feiert mit einer Bandshow, am 05. Juni im legendären Wiener Jazzclub Porgy & Bess.

Upcoming Live-Events:
28.06. » Salzburg (AT) » Stadtfest (Tickets)
25.07. » Vöcklabruck (AT) » OKH (Tickets)
25.09. » Wiener Neustadt (AT) » Zentralkino (Tickets)
09.10. » Nürnberg (DE) » Nürnberg Pop (Tickets)
10.10. » Hannover (DE) » Kiezkultur Festival