»doppelfinger« aka Clemens Bäre hat seine Songs, die 2018 abgeschieden in seinem Kinderzimmer in Oberösterreich entstanden sind, nie geschrieben, um sie zu veröffentlichen oder jemals vor Publikum zu spielen. Die Musik und das Songwriting dienten ihm schon früh als Zufluchtsort, wie bereits in seiner ehrlichen sowie eindringlichen ersten Single »Trouble« (VÖ 30.10.2020) deutlich wird: darin thematisiert doppelfinger eine zerbrochene Beziehung und die Schwierigkeit, über seelische Leidenszustände zu sprechen.

Gerade diese Schwierigkeiten und der Wunsch, sich mit anderen, die ähnlich fühlen, zu verbinden, bewegen doppelfinger schließlich dazu, mit seinen Songs doch nach draußen zu gehen. Zu Beginn noch bei Open Stages, spielte er seine Songs schon bald bei Auftritten als Support für u.a. Anger und Der Nino Aus Wien, auf der Bühne steht Clemens Bäre außerdem auch als Gitarrist in der Live-Band seiner Kindheitsfreundin OSKA.

Neben den ersten Live-Präsentationen seiner Musik konzentriert sich Bäre seit März 2020 auch intensiv auf die Aufnahme seiner Songs im Studio und dem Erarbeiten neuer Ideen. Im maßgeblichen Zuwirken anderer Künstler*innen (Production: Jakob Herber – Flut, Anger, Culk; Mixing: Sophie Lindinger – My Ugly Clementine, Leyya) bricht er mit der traditionellen Manier des klassischen Folk- und Singer-Songerwritertums, unter dessen Dach seine ersten Lieder entstanden sind und gibt diesen einen neuen, erfrischenden Twist.

doppelfingers zweite Single »a place to go« erscheint am 12.03. und ist der erste Song, den Clemens Bäre je geschrieben hat. Der Song huldigt ganz unverfroren jene alten Folk-Held*innen, denen doppelfinger sich als »angsty Teen« zuwendete, die ihn inspirierten und ihn schließlich seinen »place to go« – die Musik – finden ließen.

Der Track wurde ganz bewusst rough, mithilfe eines 4-Track-Recorders, auf Kassette aufgenommen und stellt dabei nicht nur eine Referenz zu den frühen Dylan-Witmark-Demos her, sondern soll das Gefühl von damals, als der Song entstand, so ehrlich wie möglich wiedergeben. Was sich also anhört, als würde es aus einem vergangenen Jahrzehnt stammen, ist vielmehr eine kleine Coming-of-Age-Hymne, ein nostalgisches Zelebrieren vergangener, (vermeintlich) ruhigerer Tage in turbulenten Zeiten – und ist gerade deshalb aktueller, als man wohl meinen würde.